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Ja-Umgebung schaffen. Wenn Babys mobil werden

Was ist eine Ja-Umgebung und warum ist sie so wichtig?

Ja-Umgebung für Babys und Kleinkinder schaffen. Wohnung kindersicher und kindgerecht einrichten mit Baby.

Wann wird eine Ja-Umgebung wichtig?

Eine Ja-Umgebung wird dann interessant, wenn dein Baby/Kleinkind anfängt mobil zu werden.

Wie schaffe ich eine Ja-Umgebung?

Indem du die Wohnung bzw. euren Hauptaufenthaltsbereich so gestaltest, dass dein Kind sich frei bewegen kann. Das heißt vor allem, die Wohnung kindersicher zu machen. Lies dazu gern meinen Beitrag „Checkliste kindersichere Wohnung“, der dir die häufigsten Gefahrenquellen und giftige Pflanzen zeigt. Das heißt aber auch, alles weg zu stellen, was dein Kind nicht anfassen soll (Deko etc.)

Warum eine Ja-Umgebung sinnvoll ist

Kinder haben von Natur aus das Bedürfnis nach Exploration, das heißt, den Drang, Dinge zu entdecken und zu erforschen. Dieser Drang ist wichtig und sollte wenn möglich nicht unterdrückt werden (Einschreiten in Gefahrensituationen schließt sich natürlich aus). Sie unterscheiden erst einmal nicht zwischen Spielzeug und Alltagsgegenständen und erforschen alles, was ihnen interessant erscheint. Sie sammeln dadurch Erfahrung, wie die Dinge und die Welt generell funktionieren.

Warum soll ich nicht einfach „Nein“ sagen?

Du wirst irgendwann genervt und ständig angespannt sein.

Dein Kind wird irgendwann frustriert sein.

Das Wort „Nein“ verliert an Bedeutung, wenn es inflationär benutzt wird. In Gefahrensituationen wird es vom Kind schlichtweg dann oft überhört.

Wie gehe ich vor?

  1. Gehe die Checkliste für eine kindersichere Wohnung durch.
  2. Überlege, mit welchen Sachen dein Kind nicht spielen soll (Deko in Reichweite etc.)
  3. Dein Kind zeigt dir die Lücken. Achte im Alltag darauf, an welchen Stellen du oft „Nein“ sagen musst. Passe sie an.

Aber wenn mein Kind dann woanders ist…

… wird es durch die Ja-Umgebung ein Nein eher akzeptieren als wenn es dieses Wort zuhause bereits 100x am Tag hört. Warum?

Stell dir die Kooperationsbereitschaft eines Kindes wie ein Fass vor. Wird das Fass zuhause schon geleert, weil es nur „Nein“ hört, ist es woanders nicht mehr bereit, auf uns einzugehen. Ist das Kooperationsfass noch nahezu voll, kann es sich in fremder Umgebung besser den dortigen Bedingungen anpassen und kooperieren.

Soll jetzt das ganze Spielzeug des älteren Geschwisters weg?

Nein. Auch das ältere Kind soll natürlich nicht in seinen Bedürfnissen eingeschränkt werden. Versuche einen Kompromiss zu finden: Verschluckbare Kleinteile und gefährliche Gegenstände kommen an andere Stelle (z.B. Kinderzimmer). Alles andere kann bleiben.

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